"Soho" New York, 1987
"Soho was predestined for a new way of seeing, the capability of recognizing the abstraction of the whole in the detail ..."
(Quotation/Zitat R.E.)
Downtown Manhattan, südlich der Houston Street, liegt das magische Planquadrat eingerahmt von Canal Street und Broadway. 1987, zur Zeit als die Bilder entstanden, war Soho nicht mehr das avantgardistische Soho von 1969 als Paula Cooper hier eine der ersten Gallerien einrichtete. Soho als Gallerieviertel war längst etabliert, "in". Und bereits zogen die Avantgardisten nach Tribeca (Triangle below Canal Street) oder ins East Village. Nichtsdestotrotz hatte Soho das ganz besondere Etwas, das jeden Künstler in seinen Bann ziehen rnusste. Es war das Nebeneinander von hartem Business, grauem Alltag und künstlicher Kunstwelt. Die Galeristen waren ursprünglich nach Soho gezogen, weil sie grosszügige Räumlichkeiten, hohe Hallen und weite Lofts zu erschwinglichen Preisen suchten. Dieses Krämerviertel der Kleinindustriellen schien für sie wie geschaffen. Hinter den ehemaligen gusseisernen Billig-Prunkfassaden der Fabriken und Lagerhallen entdeckten sie jene Kubikmeter Freiraum, die nur noch mit weisser Farbe und ausreichend Licht versehen werden mussten.Die Kunst, die hier präsentiert werden sollte, unterstrich die Affinität der Galleristen zu industriellen Environments. Sie hatten den Elfenbeinturm der Museen gesprengt, die Fesseln Spitzwegschen Kunsthandwerks von sich geworfen und schrien nach viel nüchternem, kahlem Raum für ihre Farbklekse und Riesengebilde, die sie der Konsumgesellschaft und ihrer Konsumkultur entlockt hatte.
Wo einst schlechtbezahlte Immigranten für Hungerlöhne schufteten, rieben sich jetzt Galeristen die Hände, Künstler und Günstler aneinander. "business as usual" war die Devise. Und während man hüben gigantische Kunstwerke verschob, hielten drüben vor dem Nebenhaus immer noch grosse Brummer mit Kisten, Stoffballen, Fässern und Warencontainern aus allen Herren Ländern. Kunst und Kommerz hatten sich gefunden.
Das war das Klima für meine Bilder aus dem Mikrokosmos von New York. Keine Albumbilder mehr für den Fotobildband, keine Postkarten mehr für den Versand nach Uebersee. Nein, zu Gemälden komponierte "objets trouvés", die ich im Massstab 1:1 zur Realität in neuer Form (Emulsion auf Leinwand) an Wände der guten Stube knallen würde, um die Fotografie endgültig zur Fotokunst zu machen.
Auch wenn es mir in Soho wie Schuppen von den Augen fiel und ich eine neue Schule des Sehens entdeckte, nämlich im Detail die Abstraktion des Ganzen zu erkennen, war ich mir über die ganze Tragweite der Entdeckung noch nicht im Klaren. Dazu benötigte ich Jahre, die Kunstgeschichte jedoch Jahrzehnte."
The first works of fine art photography prepared for"eternity": "1:1-stills emulsion on canvas". Today they are regarded as absolute unique originals, key works in the history of photography. The last originals available are on this website.
Die ersten für die "Ewigkeit" haltbar präparierten 1:1-Fotokunstwerke Emulsion auf Leinwand, alles signierte Originale im Format 75 x 112 cm aus "Soho" sind heute absolute Raritäten.